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aufgabenstellung

Planerauswahl

Die Vergabestelle kann den Planer nach eigenem Ermessen unter den drei Preisträgern frei auswählen. Da der städtebaulich sehr gute Beitrag des Preisträgers Staab Architekten die verschiedenen miteinander verwobenen Funktionen in Einzelgebäuden unterbringt und dadurch die Nutzung deutlich erschwert wird, blieben für die Vergabestelle die Beiträge der beiden anderen Preisträger von Interesse.

Bereits kurz nach Abschluss des Wettbewerbes stellte sich allerdings heraus, dass der Beitrag des Preisträgers Auer+Weber in der dem Preisgericht präsentierten Form nicht standsicher ist. Der Planungsauftrag wäre dadurch quasi automatisch an den zweiten Preisträger Nickl & Partner gegangen.

Um Auer+Weber die Chance auf den Planungsauftrag zu erhalten, erhielten die beiden verbliebenen Preisträger die Chance, ihre Beiträge nach einheitlichen Vorgaben zu überarbeiten und zu optimieren. Anschließend wurden beide Beiträge nach denselben Kriterien wie im Wettbewerb bewertet. Erneut schnitt der Beitrag von Nickl & Partner deutlich besser ab als der von Auer+Weber, insbesondere in den Kriterien Architektur, Funktionen, Flächen und Wirtschaftlichkeit. Der Beitrag von Auer+Weber konnte keines der insgesamt 9 Kriterien für sich entscheiden. Die Vergabestelle entschied daher, den Preisträger Nickl & Partner mit den weiteren Planungsleistungen zu beauftragen.

Die von Auer+Weber hiergegen erhobenen Vorwürfe, dieses Vorgehen der Vergabestelle sei intransparent und diskriminierend, wurden nach Prüfung von der Bayerischen Architektenkammer und anschließend von der Vergabekammer Südbayern zurückgewiesen. 

Zuletzt stellte das Oberlandesgericht München darüber hinaus fest, dass der Beitrag von Auer+Weber sogar ganz „aus der Wertung genommen werden müsste, weil er den Vertragsbedingungen nicht entspricht." (OLG München Az. Verg 3/12)