Facebook Facebook Facebook
Logo Logo RK 150615 web SOINI Logo CMYK moto logo
staab architekten

Staab Architekten

In dem heterogenen Umfeld des Campus Garching ein Stück Stadt zu entwickeln und so in einem der bedeutendsten und modernsten Forschungs- und Ausbildungsstätten Europas eine „Neue Mitte“ zu schaffen, die komplexen Vorgaben an Funktionalität präzise umzusetzen und einen unverwechselbaren Ort zu schaffen, der mit Platzbildungen und öffentlichen Durchwegungen die bestehenden Campusstandorte vernetzt, ist das Anliegen dieser Arbeit.

So wird entlang des vorhandenen Grünzugs mit seiner neuen U-Bahn-Station ein durchlässiger Sockel entwickelt, der sämtliche öffentlichen Funktionen aufnimmt und sich durch gezielt gesetzte Wegeverbindungen mit dem umliegenden Campus und demPark selbstverständlich  verwebt. Die Durchwegungen verbinden U-Bahn-Station und bestehende Strassen des östlichen Campusbereichs. Sie weiten sich zu kleinen, durch den Sockel gefasste Plätze auf, an denen Außenbereiche der Restaurants und Cafes angeordnet werden. Auf diese Weise entstehen Orte mit hoher Aufenthaltsqualität, die durch das vorgeschlagene Freiraumkonzept unterstützt werden.

Auch das durchgesteckte Foyer des Konferenzbereiches und die Lobby des Hotels perforieren den Sockel. Sie bilden ein vielfältig nutzbares Raumkontinuum und schaffen durch ihre großzügig verglasten Fassaden wohl gesetzte Durchblicke. Die inszenierte Sichtbeziehung vom Fachbereich Maschinenbau zum ‚Atom-Ei’ unterstreicht darüber hinaus die für den Campus unverwechselbare Identität.

Aus dem Sockel heraus bilden sich einzelne Kuben, die die geforderten programmatischen Bereiche wie Büro, Hotel, Kongresszentrum sowie die Studentenappartements abbilden. So entsteht ein Gebäude, das durch seine städtebauliche Form den Einzelfunktionen unterschiedliche Identitäten unter Beibehaltung eines gemeinsamen architektonischen Regelwerks zuordnet. Im 1.Obergeschoss werden Verbinder ausgebildet, um funktionale Anknüpfungsorte, z.B. zwischen Hotel- und Konferenzbereich, zu schaffen. Die Architektur der öffentlichen Funktionen im Sockel und individualisierter Kuben bildet sich auch in der Materialität ab. So wird der Sockel aus eingefärbtem Beton erdnah materialisiert und die Kuben scheinen sich mit ihrem weiss-schimmernden Aluminium-Kleid gen Himmel gleichsam aufzulösen. Eine leichte Überschreitung der maximal zulässigen Gebäudehöhen wird hierbei zugunsten der Straffung, Prägnanz und Durchlässigkeit der Gebäudevolumina in Kauf genommen.