Facebook Facebook Facebook
Logo Logo RK 150615 web SOINI Logo CMYK moto logo
spacial solutions gmbh

Spacial Solutions

Identität
Das Luftbild zeigt den Nord-Süd und parallel zu dem „Central Park“ verlaufenden Gebäuderiegel, wie er in Verbindung mit den sich nach Süden fortsetzenden Max-Planck-Instituten die neue Mitte bildet. Der Blick von den Dächern eröffnet das Panorama auf die angrenzenden Isarauen. Die Fotomontage zeigt nicht nur, wie wichtig die Durchlässigkeit von Ost nach West ist. Sie zeigt auch die städtebauliche Notwendigkeit einer signifikanten Gebäudestruktur, um dem gewachsenen Wissenschaftsstandort von innen heraus eine Identität zu verleihen.

Das zur Verfügung stehende Grundstück ist 42 m breit und ca. 240 m lang. Es steht parallel zu einer neu angelegten Grünanlage im Umfeld der U-Bahn-Zugänge, mit reliefartigen Erhebungen und schräg verlaufenden Wegen. Im Norden führt die Boltzmannstrasse direkt auf den Gebäudekomplex zu – hierhin öffnet sich die Bühne des Auditoriums und wird zur Aussenbühne. Im Süden grenzt ein freies Gelände an, das in Zukunft von der Max-Planck- Gesellschaft bebaut wird und wünschenswerterweise ebenfalls Zugang zu dem neuen Zentrum erhält.

Die Lichtenbergallee, eine der beiden Spangen, die im Westen an Garching und an die Autobahn anbindet, endet an der nordwestlichen Ecke des Grundstückes bzw. des Komplexes. Dies verlangt nach einer architektonischen Antwort, die schon von Weitem spürbar macht: hier ist die Mitte. Diese Antwort wird später beschrieben.

Einfache Baustruktur mit komplexer räumlicher Wirkung
Wesentliches Element des Bebauungsvorschlags ist, vorhandene Wege im Osten wie im Westen mit der städtebaulichen Struktur aufzugreifen, um trotz einer notwendigerweise dichten Bebauung die Institute beidseits der Bebauung miteinander zu verzahnen.

Durch die oben beschriebene Aufnahme der Strassen im Osten zeichnet sich ein gleichmässiger Rhythmus von Baufeldern ab, der nun auf selbstverständliche Weise einen Ordnungsrahmen für die Zuordnung verschiedener Funktionen bildet.

Dies schafft nicht nur eine einfache Baukörpergliederung und zieht die Campus-Bewohner in die Anlage hinein, die rhythmisch angelegten Lücken schaffen auch interessante Blickbeziehungen. Dabei ist wichtig, dass eine der Achsen sich auf das visuelle Wahrzeichen des Campus bezieht: das Atom-Ei.

Alle „Häuser“ stehen auf einer leicht angehobenen Plattform. Dieser als Holzdeck ausgebildete Sockel greift im Norden über die Bebauung hinaus und schafft dort einen verkehrsberuhigten Platz, auf dem die Fussgänger Vorrang haben.

Markante, konkav geformte Giebelflächen
Während in Bodennähe breite Zäsuren in Ost-West-Richtung beabsichtigt sind, sollen im Attika-Bereich die Riegel „zusammenwachsen“ um die Dachflächen miteinander zu verbinden und für ein „Campus-Dorf“ auf den Dachgärten nutzbar sein zu können. Auf subtile Weise wird dabei das Relief des Atom-Ei’s aufgenommen. Es entstehen leicht gekurvte, überhängende Giebel, deren schmale Zwischenräume durch filigrane Brücken überwunden werden können.

Im Norden ragen diese markant in die Lichtenbergallee hinein und schaffen im Erdgeschoss den erforderlichen Rücksprung an der Nord-Ost-Ecke, im Süden lehnen sich die Stirnflächen von der Grundstücksgrenze weg und schaffen auf einfache Weise die notwendigen Abstandsflächen. Diese Flächen sind mit gekrümmten Edelstahl- bzw. Glasspiegelflächen verkleidet und verstärken den konkaven Effekt.

Durch diese Lösung wird in den Obergeschossen zusätzlich Raum geschaffen für individuell geschnittene Suiten bzw. für zusätzliche Zimmer – dies, ohne die Wege – und Blickbeziehungen auf Fussgängerebene zu beeinträchtigen.