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Nickl und Nickl-Weller

Kultur-Hybrid – Neue Mitte Garching
Die Neue Mitte beinhaltet als Entwurfsthema einen „inneren Urbanismus“, eine Dialektik, die eine Analogie von der Stadt als großem Haus zum Haus als kleine Stadt abbildet. Die Neue Mitte Garching bindet als ein kompakter dennoch durchlässiger Block die heterogene Umgebung zusammen und schafft Synergien. Das Thema Stadt in der Stadt schafft mehr als Durchlässigkeit; die mittige Vernetzung der entstehenden Plätze schafft durch das Spannungsfeld zwischen den kommerziellen und kulturell wissenschaftlichen Nutzungen eigene Identität. Die verfolgte städtebauliche Strategie will die Neue Mitte als eine Kreuzung, als eine Bildungs-Mall sichern. Dadurch entsteht eine räumliche Situation, die durch eine durchlässige Blockstruktur geprägt ist: die bestehenden Wegebeziehungen, der angrenzende Landschaftspark in der Campus-Mitte werden als gebaute Analogie fortgesetzt. Synergien entstehen durch Konzentration und Mischung des Raumprogrammes. Die Entfaltung des Blocks erfolgt durch ein erkennbares Spiel von sich verdrehenden und in sich verwebten L-förmigen Bausteinen, die sich zum Erdgeschoss hin verdichten, innere Terrassen bilden und abwechselnd Westzone bzw. Ostzone in die Neue Mitte holen. Den entstehenden „PIAZZAS“ wurde starke Symbolkraft zugeordnet; der Dienstleistungscharakter der dreigeteilten Nutzungen – Büro, Wissenschaft und Wohnen – soll die Vitalität studentischen und forschenden Lebens durch Adressbildung und innere Straßen hervorheben.

 

Das Audimax bildet die Mitte der urbanen Anlage und richtet seinen großen Ausblick auf das Atom-Ei, das mit seiner Ikonizität den früheren Auftakt des Forschungscampus Garching symbolisiert.


Landschaft
Der neue Gebäudekomplex schließt als weiterer Baustein der Technischen Universität München das offene Baufeld zwischen Forschungsreaktor und Maschinenbau. Die neue Architektur ist dabei nicht nur dieser neue Baustein, sondern vielmehr auch das fehlende Verbindungsglied zwischen Forschungsreaktor, den östlich gelegenen Instituten und der zentralen Campuspromenade. Die Neue Mitte erhält zur freien und offen gestalteten Parkmitte ein gebautes Pendant. Gemeinsam bilden sie eine neue Einheit. Die konsequente Fortführung von Belägen und die offene grosszügige Durchlässigkeit im gesamten Erdgeschoss schaffen es, die ehemals fragmentierten Bereiche miteinander zu verbinden und zu verweben. Der Bereich östlich des neuen Gebäudekomplexes wird dabei als „shared space“ ausgebildet und mit der einheitlichen Gestaltungssprache in das Gesamtkonzept eingebunden. Die Abfahrten in die Tiefgarage, die Vorfahrt für das Hotel, Anlieferung und Fahrradstellplätze sind in diese Flächen unaufdringlich integriert. Die prägende Nord-Süd Ausrichtung des Campus wird in einer Abfolge aus Plätzen und Höfen aufgenommen. Auftakt bildet ein mit Spaliergehölzen architektonisch gestalteter Platz gegenüber der neuen Busschleife am Zugang der Forschungsneutronenquelle. Der Freiraum „fließt“ durch das Gebäude. Der Vorplatz des Kongresszentrums öffnet sich grosszügig Richtung Campuspark und Promenade. Thematisch gestaltete Höfe setzen sich innerhalb des Baukörpers fort und binden letztendlich auch das zukünftige Baufeld der Max-Planck-Gesellschaft mit an. Die Themen der Höfe nehmen Bezug auf vier wesentliche Eckpfeiler der TUM am Standort Garching und weiteren dort ansässigen Instituten.

 

Mensch, Natur, Wissenschaft, Technik.
Hof Mensch Der im Südwesten gelegene Hof ist der Kirche und dem Hotel zugeordnet und in direkter Nähe zum Campuspark. Hauptgestaltungsmerkmale sind ein großer Zierapfelbaum und schienengeführte Holzkuben die als mobile Sitzmöbel dienen. Dieser Hof dient in erster Linie als individueller, kommunikativer Ort für Studenten und Besucher. Je nach den spezifischen Ansprüchen der Nutzer können die Sitzelemente in verschieden großen Gruppen angeordnet werden. Eine Nutzung als kleines Freiluftaudimax ist ebenfalls möglich. Hof Natur Der im Nordwesten verordnete Hof zeichnet sich durch stark charakteristische Baumarten, welche als Ausstellungsstücke inszeniert werden, aus. Vegetationsstreifen im Belag mit integrierten Sitzelementen verleihen dem Ort zusätzliche eine hohe Aufenthaltsqualität. In unmittelbarer Nähe befinden sich Gastronomie und Einzelhandel der neuen Mitte.

 

Hof Wissenschaft

Gestaltungsmerkmal des grosszügigen, dem Kongresszentrum zugeordneten Hofes, sind in den Belag integrierte Lichtschienen. Diese zeigen einen Ausschnitt eines Mehrfach-Kohlenstoff-Moleküls. Kohlenstoff ist nicht nur Lieferant fossiler und nachwachsender Energiequellen sondern auch Hauptbestandteil der Organischen Chemie und bedeutender Bestandteil modernster Werksstoffe. Dieser Hof kann multifunktional, z.B. als Ausstellungsfläche, genutzt werden. Hof Technik Der zur Forschungsneutronenquelle zugeordnete Hof wird mit beleuchteten Wasserbändern gestaltet. Gesammeltes Dachwasser wird über ein Rohrsystem in eine Zisterne geleitet und in den Wasserbänder inszeniert. Die Fallenergie des Wassers wird genutzt. Diese Energie versorgt ein hofinternes Beleuchtungssystem.