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maier neuberger projekte gmbh

Maier Neuberger Projekte

Konzept
Im derzeitigen Erscheinungsbild des Forschungscampus Garching ist dessen internationaler wissenschaftlicher Rang nur mit Mühe ablesbar. Institutsbauten unterschiedlichster Größe, Materialität und Struktur stehen in kaum strukturierten Grünräumen und werden durch ein unübersichtliches Erschließungssystem verbunden. Eine der inhaltlichen Bedeutung entsprechende räumliche Identität fehlt sowohl im Inneren als auch nach außen. Im Kontext der in Fläche und Höhenentwicklung wachsenden Gewerbegebiete der Umgebung fehlt dem Standort ein sichtbares Alleinstellungsmerkmal.

Um neben den großen Baumassen der Institutsgebäude als „neue Mitte“ bestehen zu können sieht das Konzept vor, die unterschiedlichen Funktionsanforderungen zu einem zusammenhängenden Gefüge zu verschmelzen. Die Baufigur braucht eine „kritische Masse“, um die notwendige räumliche Wahrnehmbarkeit der Zentrumsnutzungen zu erreichen.

Aus diesem Grund ist das Hotel am Nordende als Hochhaus formuliert und markiert die Mitte des Campus. In der Fernwirkung nach außen wird es zum neuen Wahrzeichen für den ganzen Standort. Durch das Verlagern von Baumasse in das Hochhaus entsteht Raum für eine große, teilweise überdachte Platzfläche zwischen Hotel und Audimax. Zusammen mit dem Foyer des Audimax wird dieser „TUMarktplatz“ zum eigentlichen Zentrum des ganzen Campus – ein Stück urbaner, öffentlicher Raum.

Architektur
Die Architektur vermittelt Permanenz und Robustheit – keine kurzlebige Eventarchitektur, sondern eine in Material und Gestaltung nachhaltige Sprache. Die Betonkonstruktion bleibt wo möglich als fertige Oberfläche in Fassade und Innenräumen sichtbar. Die Fassaden werden mit hochwärmegedämmten Hohlwandsystemen in
Halb-Fertigteilbauweise erstellt oder erhalten vorgehängte Stahlbeton Fertigteile. In Teilung, Relief und Oberflächen werden die Fassadensysteme den Nutzungen entsprechend variiert, ergänzen sich aber über das gleiche Grundmaterial und dem ähnlichen Öffnungsgrad zu einem harmonischen Gesamteindruck.

In den Innenräumen bestimmen robuste Naturmaterialien das Bild. Dunkler Rüttelklinker, Betonwerkstein, Nadelfilz und Eichen- Industrieparkett im Bodenbereich – Beton, Eichenholz und weißer Anstrich an den Wandoberflächen. Die Decken bleiben wo möglich unverkleidet, die Betonoberflächen bleiben sichtbar. Sauber ausgeführte Sichtinstallation prägt das Deckenbild in den Büro-, Konferenz- und Gastronomieflächen