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ksp juergen engel

KSP Jürgen Engel

Die Neue Mitte des Campus Garching ist gekennzeichnet durch eine 3-er Gliederung der Baukörper, die sich aus den unterschiedlichen Funktionen Kongresszentrum, Hotel- und Gästehaus sowie Bürogebäude ergibt. Zwischen den drei Baukörpern ergeben sich zwei große Platzbereiche. Diese Plätze nehmen bestehende Straßen und Wegefluchten auf. Der Platz zwischen Kongresszentrum und Hotel ist auf das Atom-Ei ausgerichtet und nimmt die Straßenkante, die zum Atom-Ei führt, auf. Der Platz zwischen Bürogebäude und Hotel nimmt die Flucht vom U-Bahnausgang Süd auf. Die städtebauliche Figur der „Neuen Mitte“ orientiert sich in ihrer Größe und Gestaltung an dem bestehenden städtebaulichen Bild des Forschungszentrums, das von großförmigen Baukörpern wie dem Gebäude der Fakultät für Maschinenbau geprägt wird. Durch die großzügige Platzabfolge (jeweils 17 m breit) wird eine Verbindung und Durchlässigkeit zwischen dem westlichen und östlichen Teil des Campus gefördert, gleichzeitig bildet der Riegel mit Hotel/ Gästehaus das Rückgrat des neuen Ensembles. Die Durchlässigkeit wird zudem durch einen dritten Durchgang im mittleren Block unterstützt. Die klare Gliederung der Blocks und die Gesamtfigur des Entwurfs geben der „Neuen Mitte“ eine eindeutige Richtung. Der neue Komplex versteht sich buchstäblich als neue Achse/Drehund Angelpunkt des Forschungscampus.

An der Westseite der „Neuen Mitte“ zieht sich ein Arkadengang entlang des Parks durch und gibt diesem zusätzlich nutzbaren Raum. Die Arkade bietet sowohl Wetterschutz für die Fußgänger von der U-Bahn zu den einzelnen Nutzungen als auch einen interessanten Raum, der sich auch in die Plätze hineinzieht. Die Arkadenreihe orientiert sich zum neuen Parkgebiet und ergibt sich wie dessen Erweiterung. Die drei Gebäude öffnen sich zur Parklandschaft hin und nehmen somit eine Kommunikation zur Umgebung auf. Der Arkadenraum bietet eine angenehme Atmosphäre für Gastronomie und unterschiedliche Läden, alle öffentlich zugänglichen Nutzungen werden von hier aus erschlossen.

Desweiteren werden die Haupteingänge zu den drei großen Hauptfunktionen durch eine zweigeschossige Arkadenreihe markiert. Hotel-, Kongress- und Büroeingang sind somit für Besucher klar ersichtlich und an der Fassadengestaltung ablesbar. Es ergeben sich repräsentative Eingangssituationen. Im Bereich des Einzelhandels und der Gastronomie ist der Arkadenraum eingeschossig, um ein intimeres Raumgefühl zu vermitteln. Die parallel zum Park ausgerichtete Arkadenreihe unterstützt die Längsorientierung der Baukörper und fasst sie als Einheit zusammen.

Die drei Gebäude unterwerfen sich einer gemeinsamen architektonischen Leitidee, die sie als Einheit erkennbar macht, sind zugleich aber als individuelle Baukörper identifizierbar. Die Formensprache der Fassade beruht auf einem rhythmischen Wechsel von offenen und geschlossenen Flächen, wobei jedes Gebäude einen anderen Rhythmus gemäß der dahinterliegenden Nutzung befolgt.Vom Bürogebäude zum Audimax hin erfolgt eine kontinuierliche Zunahme an Offenheit und Transparenz des Fassadenbildes. Das ganze kulminiert in dem Kongresszentrum, welches als transparenter, abends leuchtender Block mit von außen sichtbaren Loggien das Zentrum des Campus und den Abschluss der neuen Mitte bildet.