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armin ranner

Armin Ranner

Der Entwurf basiert auf dem Leitgedanke eine urbane Landmarke in der neu entstehenden Mitte zu setzen.

Die prägnante Grünanlage der U-Bahn-Oberfläche, die Wegbeziehung zwischen den Fakultäten sowie der Durchblick zum „Dominanten Ei“ waren wichtige Ausgangspunkte bei der Entwicklung der Gebäudeform.

Das Erdgeschoss bildet den Sockel und beinhaltet neben den Flächen zur Nahversorgung auch die wichtige Passage im Inneren, welche den Fußgängerfluss aufnimmt und die einfache und klar definierte Erschließung der Nutzungen erkennen lässt. Die Määnderform der Obergeschosse erlaubt eine ausreichende Belichtung sämtlicher Riegel und Platzsituationen im Erdgeschoss. Hier entstehen unterschiedlich qualitativ hochwertige Höfe und Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien. Direkt unter der Auskragung des Audimax entsteht ein Wasserbecken mit Sitzmöglichkeiten, die zu einem angenehmen Aufenthalt einladen.

Im Süden des Baufeldes befindet sich, angrenzend an das studentische Wohnen und dem Eingang zur Passage, ein Gebäudeeinschnitt mit der Möglichkeit, zu jeder Tageszeit entweder in dem nebenan positionierten Café zu verweilen oder auch auf einer der zahlreichen Sitzmöglichkeiten zu relaxen.

An der quer durch das Gebäude verlaufenden Passage werden sämtliche Nahversorgungsbereiche erschlossen. Hierbei sind alltägliche Bedürfnisse der Studenten und der Gäste berücksichtigt.

Das Hotel mit seinen zwei Eingängen (von Norden und Süden aus) stellt das zentrale Verbindungsglied zwischen den Bereichen Audimax, Konferenz und Gastronomie dar. Die Erschließung erfolgt über einen offenen durchgehenden Raum mit Tageslicht und direkter Anbindung der einzelnen Bereiche. Die Erschließung der Zimmeretagen erfolgt über zwei Gästeaufzüge. Rezeption und Lobbybar sind von beiden Eingängen aus gut sichtbar. Im Bereich der Lobby werden unterschiedliche Loungezonen angeordnet, die optimal
zur Bar und Küche hin angeordnet sind, um den Getränke- und Snackservice zu gewährleisten. Sehr vorteilhaft stellt sich die direkte Anbindung der Loungezonen an die Konferenzräume dar, sodass diese auch als Pausenbereich bei Veranstaltungen genutzt werden können. Es wurde ein direkter Servicezugang vom Küchenbereich zu den Hörsälen vorgesehen, sodass auch hier die Ver- und Entsorgung reibungslos gewährleistet werden kann.

Hinsichtlich der Außenwirkung wurde der gesamte Hotelbereich so positioniert, dass er sowohl nach Westen und zur Passage hin, aber auch gut sichtbar vom Ausgang der U-Bahn, wahrgenommen werden kann. Die Obergeschosse beherbergen, über die gesamte Gebäudelänge gesehen, verschiedene Nutzungen, wie z.B. die Hotelnutzung und das Gästehaus. Die unmittelbare Nähe zum Hotel ermöglicht hier ebenfalls Synergien der Zugänge und der gemeinsamen Verwaltung. Desweiteren besteht die Möglichkeit der Nutzung vom Fitnesszentrum im Staffelgeschoss für alle Interessenten (auch extern).

Im weiteren Verlauf des Gebäudes Richtung Süden grenzen die Flächen der Büro- und Verwaltungsnutzungen an. Diese sind im Gegensatz zu den Wohnzwecken des Hotels und Gästehauses auf nur zwei Etagen verteilt und erhalten eine höhere lichte Raumhöhe als diese.

Der südliche Abschluss des Gebäudes wird durch das studentische Wohnen gebildet und erstreckt sich wie die Wohnnutzung des Hotels und Gästehauses über fünf Etagen. Diese Nutzung schließt den Gebäudekomplex im Süden ab.

Das aufgesetzte Staffelgeschoss stellt eine zurückgesetzte und homogene Spange dar. Hier sind sowohl im zweigeschossigen Bau die hochwertigen Hotelzimmer und Suiten wie auch das über beide Geschosse reichende Fitnessstudio samt Wellnessbereich und Sky-Bar untergebracht. Im Bereich der Büronutzung entsteht eine Gebäudezäsur, die dem Baukörper visuell eine zusätzliche Dynamik verleiht.

Das zweigeschossige Untergeschoss beinhaltet die geforderten 500 Stellplätze sowie die notwendigen Lagerräume und Technikbereiche. Zusätzlich befindet sich im Osten des Bauwerkes ein über zwei Geschosse reichender Betriebshof, welcher die Anlieferung und Entsorgung des gesamten Gebäudekomplexes gewährleistet.

Die Außenraumgestaltung der neuen Mitte erhält einen eigenständigen Charakter, ohne mit den angrenzenden Flächen in Konkurrenz zu treten.

Die großzügige Platzfläche am Audimax bildet an zentraler Stelle einen markanten neuen Aufenthaltsort des Campus und nimmt verschiedenste Wegebeziehungen auf. Das Gebäude ermöglicht mit seinen Öffnungen eine starke Vernetzung der Freiräume und der Wegebeziehungen zwischen Forschungseinrichtungen und U-Bahn-Station. Ein homogener Belag weitet sich von Weg zu Platzflächen auf und unterstützt visuell die Verbindung der Freiräume. Hochbeete schieben sich in die Gebäudezäsuren hinein und bieten attraktive Eingangs- und Aufenthaltsbereiche.

Die Hotelvorfahrt und Tiefgaragenzufahrten erfolgen über die im Osten gelegene Erschließungsstraße. Die hochwertige Gestaltung der Außenanlagen mit zusätzlicher Durchgrünung in Form von Birken-Pappel-Hainen tritt hier einer Rückseitenwirkung entgegen. Die Besucher-Busvorfahrt und die Stellplätze im Norden ermöglichen in ihrer Anordnung eine Verlängerung der Nord-Süd verlaufenden Campus-Wegeachse zum Platz der neuen Mitte.